Wärmedämmung und Energieberatung

Wussten Sie, dass über das Dach rund ein Drittel der gesamten Heizenergie eines Gebäudes verloren geht? Ein gut gedämmtes Dach spart also bares Geld. Außerdem wärmt die richtige Dämmung im Winter und verringert das Eindringen von Wärme im Sommer. Dabei ist Dämmmaterial nicht gleich Dämmmaterial. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Qualitäten mit unterschiedlichen Gütemerkmalen.

 

Beim Dachausbau wirkungsvoll dämmen

 

Funktionsweise:

Dämmstoffe haben im Winter die Aufgabe, dass Wärme nicht von innen nach außen entweichen kann. Als direkte Folge davon kann Heizenergie eingespart und dadurch dieUmwelt geschont werden. Im Sommer verhindert die Dämmung ebenfalls den Wärmeaustausch, sodass Räume nicht zu stark durch Sonnenwärme aufgeheizt werden.

 

Materialien

Als Dämmung eignen sich für den Einsatzbereich Dach folgende Materialien:

  • Mineralfaser WLG 035, 040
  • Polystyrol-Hartschaum (EPS) WLG 025, 030
  • Polyurethan-Hartschaum (PU) WLG 025, 030
  • Altpapier-/Zellulose-Schüttungen WLG 040
  • Blähton WLG 060
  • Holzfasern WLG 040
  • Baumwolle WLG 040
  • Schafwolle WLG 040
  • Flachs, Hanf WLG 040, 045

Technische Eigenschaften:

Entscheidend dabei sind die Dimensionierung (Mindestdicken in Abhängigkeit vom Bauteil sind in der EnEV festgelegt worden), der Wärmedurchgangswert und derPhasenverschiebungswert des einzusetzenden Dämmmaterials.

Je geringer der Wärmedurchgangswert, desto effektiver ist die Dämmwirkung. Achten Sie beim Kauf des Dämmmaterials deshalb auf die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG). Eine Wärmedämmung mit der WLG 035 hat eine 14 % höhere Dämmwirkung als ein Material mit der WLG 040, ist aber auch kostenintensiver.

Der Phasenverschiebungswert gibt die Zeitspanne (in Stunden) an, die eine Temperaturwelle benötigt, um von der Außenseite eines Bauteils auf die Innenseite zu gelangen. Je größer die Phasenverschiebung, umso länger wird die Aufheizung des Gebäudeinneren verzögert. Eine Phasenverschiebung von mehr als 10 Std. sollte angestrebt werden.

 

Einbau:

Nicht zu vernachlässigen ist der korrekte Einbau der Dämmung, um Wärmebrücken zu vermeiden. Dabei unterscheidet man je nach Einbausituation die Zwischensparren-, Untersparren- und Aufsparrendämmung.

 

Kondensatbildung:

Ferner darf die Dämmung nicht durch Kondenswasser durchfeuchten, dass bei Neubauten häufig durch die noch in den einzelnen Bauteilen verbliebene Restfeuchte, durch Wasserdampfbildung beim Baden, Duschen etc., aber auch durch die dort lebenden Personen abgegeben wird.

Der Einbau einer innenseitig angebrachten Dampfsperre ist daher unumgänglich und muss absolut luftdicht erfolgen, um Wasserdampfdiffusion in die Wärmedämmung undSchimmelbildung zu vermeiden.